Projektleitung: Alma Mater Europaea University (SI)
Projektpartner: Mariborski vodovod (SI), ), Institute for Sustainable Environmental Solutions at National Level (SI), Amt der Steiermärkischen Landesregierung (AT), Universität Graz (AT)
Projektlaufzeit: 1. Januar 2026 – 31. Dezember 2028
Kurzbeschreibung des Projekts:
Das GW-CARE-Projekt befasst sich mit der Herausforderung der zunehmenden Gefährdung der Grundwasserressourcen durch den Klimawandel im grenzüberschreitenden Gebiet von Slowenien und Österreich. Die Regionen entlang der Flüsse Drau und Mur sind mit sinkenden Grundwasserspiegeln, anhaltenden Dürreperioden und extremen Niederschlagsereignissen konfrontiert, die die für die Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft und Industrie genutzten Grundwasserleiter belasten. Das derzeitige Wassermanagement ist oft reaktiv, fragmentiert und stützt sich auf veraltete oder suboptimal genutzte Messstellen; zudem fehlen Instrumente für eine effektive Vorhersage und koordinierte grenzüberschreitende Maßnahmen.
Als Lösung sieht das Projekt vor, durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz von der Krisenbewältigung zu einem proaktiven Management überzugehen. Es wird ein interoperables Open-Source-Entscheidungsunterstützungssystem entwickelt, das hydrogeologische, meteorologische und Wasserentnahmedaten integriert. Dieses System ermöglicht Szenariomodellierung unter zukünftigen Klimabelastungen, Echtzeit-Anomalieerkennung und die Optimierung von Bewirtschaftungsstrategien. Ein Schlüsselelement ist ein partizipativer Ansatz, bei dem Instrumente gemeinsam mit den Interessengruppen (Wassermanager, Entscheidungsträger) im Rahmen eines grenzüberschreitenden „Design Thinking“-Prozesses entwickelt werden.
Das Projekt wird durch Pilotmaßnahmen auf beiden Seiten der Grenze konkrete Lösungen hervorbringen. In Maribor wird Mariborski vodovod die Optimierung der künstlichen Grundwasseranreicherung testen, um Wasserreserven während Dürreperioden sicherzustellen und eine Verschmutzung aus dem Stadtzentrum zu verhindern. In der österreichischen Steiermark wird die Landesbehörde die Erkennung von Störungen im Netz und die Inspektion von Brunnen auf der Grundlage von Datenanalysen pilotieren. Auf diese Weise wird das Projekt eine solide Grundlage für eine langfristige sektorübergreifende Zusammenarbeit schaffen, die Überwachungsinfrastruktur verbessern und sicherstellen, dass innovative Lösungen in regionale und nationale Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung einfließen.
Das Konsortium besteht aus einer führenden privaten Universität, einem regionalen Wasserversorgungsunternehmen, einem Institut für Umweltlösungen sowie einer österreichischen Regionalbehörde und einer Universität, wodurch ein umfassender Ansatz von der Forschung bis zur praktischen Umsetzung gewährleistet ist.
Projekt finanziert durch das Programm: Interreg SI-AT
Gesamtprojektbudget (EFRE-Mittel): 845.257,44 EUR
Höhe der EFRE-Mittel für AMEU: 229.582,08 EUR (80 %)
Beitrag des AMEU-Partners: 57.395,52 EUR (20 %)