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Geologie

Orogene Prozesse

Dieser Bereich zeichnet sich durch intensive Vernetzung von strukturgeologischen, tektonischen, geochronologischen und petrologischen Forschungsansätzen aus. In den letzten 20 Jahren etablierte sich diese Forschungsrichtung am Standort Graz kontinuierlich und ist innerhalb des Forschungsschwerpunktes Geodynamik und Geochemie am stärksten vertreten. Die Kombination von strukturgeologischen, petrologischen, geochemischen und geochronologischen Methoden bei der Bearbeitung von diesbezüglichen Fragestellungen erwies sich als sehr erfolgreich. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet die Untersuchung von Einheiten mit Hochdruckmetamorphose bzw. hochgradig metamorpher Überprägung und deren Exhumierung. Mehrere Projekte in Argentinien, Ägypten, Kenya/Tanzania, Nordgriechenland, und Alaska wurden oder werden momentan durchgeführt. Herausragende Erfolge waren u.a. eine tektonische Neugliederung des Ostafrikanischen Orogens in Tanzania bzw. der durch Diamanteinschlüsse in Granat von Glimmerschiefern belegte Nachweis einer UHP-Metamorphose im Rhodopengebirge. In Zukunft soll der Fokus verstärkt auf die Alpen sowie deren Fortsetzung nach Osten und Südosten (Karpaten, Dinariden, Helleniden) gerichtet werden.

Geodynamische Prozesse und Neotektonik

Die Erarbeitung der Zusammenhänge zwischen endogener Dynamik und oberflächennahen Prozessen gewann in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Wesentlich dabei sind vor allem die Auswirkungen von rezenten bis subrezenten Bewegungen entlang von Störungen und Störungszonen, und die Auswirkungen auf Oberflächenprozesse, wie die Hebung von Krustenblöcken, die Bildung eines Reliefs, und die Entwicklung der Morphologie inklusive des Gewässernetzes. Auch für diesen Bereich hat sich die Kombination von strukturgeologischen Methoden, Niedrigtemperaturgeochronologie, und sedimentgeologisch – stratigrafischen Methoden als vorteilhaft erwiesen. Vor allem für Erosionsprozesse und Gewässerdynamik hat sich die numerische Modellierung besonders bewährt. Mehrere Projekte, vorzugsweise in teilweise noch aktiven jungen Kollisionsorogenen (Alpen, Himalaya), wurden und werden momentan durchgeführt. Weiters werden fächerübergreifende Studien innerhalb dieses Bereiches in Hinblick auf hydrologische Wirksamkeit von Störungen und Störungssystemen durchgeführt bzw. sind im Aufbau.
http://www.topo-europe.eu

Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.

Walter Kurz

Institut für Erdwissenschaften
Telefon:+43 316 380 - 5588


nach Vereinbarung

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